Translations:Kunststoffe/13/de
Einteilung polymerer Werkstoffe
Polymere Werkstoffe werden anhand ihrer Makromolekülstruktur und damit Plastizität in Elastomere, Thermoplaste, Duroplaste sowie thermoplastische Elastomere eingeteilt (Tabelle 1). Durch ihre Struktur unterscheiden sich die Kunststoffarten in ihrer Reaktion auf mechanische Einwirkungen in Abhängigkeit von der Temperatur und hinsichtlich ihres Verhaltens bei Kontakt mit Lösungsmitteln.[1] Thermoplaste bezeichnet die Gruppe der wärmeverformbaren Werkstoffe, die weiter in amorphe und teilkristalline Thermoplaste differenziert werden. Erstere besitzen keine geordnete Struktur, was bei Temperaturzunahme zu gesteigerter Verformbarkeit führt. Dagegen verfügen die teilkristallinen Thermoplaste über Eigenschaften, die ein Abgleiten der Makromoleküle voneinander erschweren und somit auch die Verformbarkeit unter Temperatureinfluss verringern.[1] Duroplaste (oder Duromere) besitzen eine engmaschigere Struktur und sind daher nicht plastisch verformbar. Durch ihren hohen Vernetzungsgrad lassen sie sich weder zersetzen noch schmelzen.[1] Elastomere bezeichnen gummielastische Werkstoffe und setzen sich aus weitmaschig verbundenen Kautschukmolekülen zusammen, deren geringer Vernetzungsgrad ihre Beweglichkeit sichert. Dennoch wird ein Abgleiten einzelner Moleküle verhindert, sodass Elastomere thermisch nicht formbar sind. Zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften, wie der Zugfestigkeit, werden Elastomeren Füllstoffe zugeschlagen, was zu einer Gummielastizität führt.[1] Die thermoplastischen Elastomere zeigen ebenfalls gummielastisches Verhalten, besitzen dabei aber sowohl engmaschig vernetzte als auch weniger stark vernetzte, thermoplastische Bereiche. Dadurch sind sie reversibel wärmeverformbar.[1]