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Verwertungsquoten

Von den im Jahr 2022 weltweit produzierten 400,3 Mio. t Kunststoffe entstammten 8,9% der werkstofflichen Verwertung und unter 0,1% dem rohstofflichen Recycling von Post-Consumer-Abfällen. Von den 58,7 Mio. t Kunststoff aus der europäischen Produktion stammten 18,7% aus dem Recycling. Damit betrug der Anteil der Recyclingrohstoffe aus Post-Consumer-Kunststoffabfällen in Europa 12,9%. Der Anteil an Recyclingrohstoff aus Produktionsabfällen betrug 5,6% und aus dem chemischen Recycling stammten europaweit 0,2% der produzierten Kunststoffe.[2] Für die deutsche Kunststoffproduktion wurden 2021 2,29 Mio. t Rezyklate eingesetzt, was einer Circular Material Use (CMU)-Rate von etwa 16,3% an den 14,04 Mio. t verarbeiteten Kunststoffwerkstoffen entspricht.[1] Im Jahr 2021 fielen in Deutschland 5,44 Mio. t Kunststoff als Abfall nach der Nutzungsphase an (Abbildung 10). Von diesen wurden 99,4% (5,41 Mio. t) in unterschiedlichen Verfahren verwertet und nur 0,6% deponiert. Für die Berechnung der stofflichen Verwertungsquote existieren zwei Ansätze (Abbildung 11). Für den ersten Ansatz wird der Eingang in eine Recyclinganlage als Berechnungspunkt angenommen. Diese Input-basierte Berechnung war bis zum Bezugsjahr 2019 vorgesehen. Der zweite Ansatz nimmt die Einbringung in ein Recyclingverfahren, d. h. erst in die letzte Prozessstufe nach Prozessen wie der Zerkleinerung, Nachsortierung und Waschung, als Kriterium für die Berechnung in die Recyclingquote. So wurden im Jahr 2021 33,2% der Kunststoffabfälle stofflich verwertet, indem sie einem Recyclingverfahren zugeführt wurden. Nach dem früheren Berechnungsansatz würden die 45,4% der Post-Consumer-Abfälle, die als Input in Recyclinganlagen geführt wurden, als stofflich verwertet gelten. Ausgehend vom zweiten Berechnungspunkt wurden 2021 rund 45% der Post-Consumer-Abfälle werkstofflich und 0,5% rohstofflich rezykliert. Durch die weitere Aufbereitung in der Recyclinganlage fallen weitere nicht stofflich verwertbare Fraktionen an, die anschließend energetisch verwertet werden. Dadurch steigt der Anteil der energetischen Verwertung von Berechnungsmethode 1 zu 2 von 54% auf 66%.[1]